
Die Tafelobjekte stehen durch ihren Namen also in der Tradition von eher flächig aufgefassten, nur leicht reliefartigen Wandobjekten. Sie verwenden keine Fundstücke, sondern sind Konstrukteure von in mehreren Teilen montierten Holztafeln. Das kompositorische Grundschema besteht aus zwei meld quergelagerten rechteckigen Seitenflächen und einem schmalen, oft mehrteiligen Mittelteil als dem Hauptakzent in subtiler Proportionierung von vertikalen und horizontalen Teilflächen. Diems Ordnungsgefüge wird vielfältig variiert, jedoch nie streng serieller Regelmäßigkeit, es ist eher eine intuitiv ausbalancierte Komposition. Die Holzflächen zeigen Kerben, Spalten, Zwischenräume, die als dunkle Streifen im hellen Holz ein lineares Schattenmuster bilden. Die Seitenflächen können in rhythmisch genutzten Ordnungen in Zeilenform einen skripturalen Duktus zeigen. Die zugehörigen Vorzeichnungen tragen an diesen Stellen Schrittzuge. Die Seitenflächen sind teilweise mit Spuren unregelmäßiger Oberflächenbehandlung versehen, erscheinen eingekerbt, aufgeraut. Die aufgetragene Farbe legt sich wie ein unregelmäßiger Schleier auf diese Untergründe.








