
Klaus Schröder nennt seine Arbeiten "Tafelobjekte" und bezieht sich im Titel auf frühe Tafelbilder, bei denen der
Blildträger noch aus Holz bestand. Bemerkenswert erscheint in diesem Zusammenhang, dass diese Tafeln vor der
Bemalung bearbeitet wurden.
Zu den Tafeln beispielsweise von Lucas Cranach d. A. und ihren unterschiedlichen Holzarten wird weiter angeführt, dass das Holz behauen und dann mit einem Schnitzmesser bearbeitet worden sei. Sie sind abgefasst oder mit einer Nut versehen. Größere Formate sind teilweise aus mehreren Brettern zusammengesetzt worden. Die Holztafeln wurden nach dem Miltelalter teilweise von der Leinwand verdrängt, weil Holz als Material Schwierigkeiten machte, zu Rissbildungen und Verwerfungen neigte und damit die Malerei zerstörte. Die oben genannte Bearbeitungsweise, die Montage von Holzbrettern, könnte auch den Arbeitsbeginn von Klaus Schröder beschreiben. Die problematischen Eigenschaften des Holzes, Risse, Astlöcher usw sind hier geradezu erwünscht und werden in die Gestaltung mit einbezogen.







